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Awards

In feierlichen Abendveranstaltungen werden während der Prolight + Sound wichtige Preise der Veranstaltungsbranche verliehen.

Opus – Deutscher Bühnenpreis

Dionysos Stadt Open Air (Foto: Jörg Baumann)
Dionysos Stadt Open Air (Foto: Jörg Baumann)

Der „Opus – Deutscher Bühnenpreis“ ehrt Produktionen, die mit innovativem Einsatz von Veranstaltungstechnik besondere Besuchserlebnisse geschaffen haben. Bereits seit 1995 prämiert der Opus herausragende Persönlichkeiten und Projekte. Im Fokus steht die technische Umsetzung von Theater- und Musical-Inszenierungen, Konzerten und Tourneen sowie Corporate Events.

Der Opus – Deutscher Bühnenpreis 2022 ging an zwei Projekte, die unterschiedlicher nicht sein konnten, und doch beide im Geiste eines kreativen Umgangs mit den Herausforderungen der Krise standen. Das erste Projekt,  „Dionysos Stadt Open Air“, zeigte im vergangenen Sommer, wie mit Mut zum Risiko beeindruckende Kunst- und Kulturerlebnisse auch in Zeiten harter Restriktionen umsetzbar sind.

Jetzt für den Opus Award 2023 bewerben

Neu 2022: Sonderpreis „Opus AVantgarde“

Technologisches Neuland betraten die Schöpfer des zweiten Projekts „Woodkid @ ZDF Magazin Royale“. Ihnen ist es gelungen, mittels komplexer Fotogrammetrie-Prozesse eine Augmented-Reality-Version des Künstlers für einen gemeinsamen Auftritt mit dem RTO-Ehrenfeld im Studio erscheinen zu lassen.

Für diese besondere Leistung prämiert die Jury das TV-Ereignis mit dem neu geschaffenen Sonderpreis.

Opus Preisträger 2022

Dionysos Stadt Open Air (Quelle: Karl Forster)
Dionysos Stadt Open Air (Foto: Jörg Baumann)

Einen fast zehnstündigen Theatermarathon erlebten Kulturfans im Kaiserlei-Viertel zwischen Frankfurt und Offenbach im Juli 2021. Die umjubelte und vielfach ausgezeichnete Inszenierung der Münchner Kammerspiele von Regisseur Christopher Rüping begeisterte in einer extra für das spektakuläre Freilicht-Logentheater „Sommerbau“ angepassten Version, initiiert und produziert vom Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm. In beeindruckendem Ambiente ermöglichte die von der Architekt*innen- und Künstler*innengruppe „raumlaborberlin“ entworfene, temporäre Spielstätte auch unter strengen Hygiene-Auflagen größere Publikumsveranstaltungen nach Monaten des Lockdowns. Rund 350 Besucher*innen fanden im Sommerbau Platz – davon 200 in überdachten 2er-Logen auf drei Etagen. Beim Entwurf des Sommerbaus spielte „raumlaborberlin“ mit geometrischen Formen und ästhetischen Möglichkeiten. Sie erschufen einen Rundbau mit sechs Ecken und drei mächtigen Seitenflügeln, der in der Mitte eine große, über 25 Meter durchmessende Arena entstehen ließ.

Außergewöhnlich präsentierte sich nicht nur der Ort des Geschehens, sondern auch die Aufführung als solche. Mit acht Schauspieler*innen in teils mehreren Rollen spannte „Dionysos Stadt Open Air“ den Bogen der Götter-, Helden- und Menschheitsgeschichte von Zeus und Prometheus über Achill, Helena, Kassandra und Elektra bis ins Hier und Jetzt. Die ungewöhnlichen Gegebenheiten verlangten dem Team einige Workarounds ab. So gab es im Sommerbau beispielsweise keinen Schnürboden, weshalb ein Kran in die Inszenierung eingebunden wurde – etwa, um Prometheus‘ Käfig in die Arena hinabzulassen und emporzuziehen. Darüber hinaus konnten Lichtstimmungen aufgrund des Open-Air-Charakters erst in den späten Abendstunden realisiert werden. Umso mehr lag es in der Verantwortung der Akteure auf der Bühne, die Aufmerksamkeit und Begeisterung des Publikums über die vielen Stunden der Mammut-Inszenierung aufrecht zu erhalten, was auf eindrucksvolle Weise gelang.

Die Jury des Opus lobt Dionysos Stadt Open Air als außergewöhnliches Gesamterlebnis. Das Projekt stelle unter Beweis, dass kulturelle Höhepunkte auch unter den herausforderndsten Umständen realisierbar sind, wenn viele Hände an einem Strang ziehen. Die Verantwortlichen seien sowohl mit der Errichtung der temporären Spielstätte als auch mit der Auswahl des herausfordernden Stoffes ein hohes Risiko eingegangen, das sich am Ende glanzvoll ausgezahlt habe. 

Woodkid @ ZDF Magazin Royale (Foto: ZDF)
Woodkid @ ZDF Magazin Royale (Foto: ZDF)

Die Show von Moderator Jan Böhmermann hat bereits in der Vergangenheit durch technisch beeindruckende Video-Tricks auf sich aufmerksam gemacht. Vielen in Erinnerung geblieben ist etwa die Satire um den angeblich gefälschten Mittelfinger-Ausschnitt des griechischen Politikers Yanis Varoufakis.

Ein weiteres aufsehenerregendes Projekt folgte im Corona-Winter 2020. Aufgrund des Lockdowns in Paris konnte ein geplanter Auftritt des Musikers Woodkid im Studio des ZDF Magazin Royale nicht stattfinden. Die Verantwortlichen entschieden sich zu einer hochkomplexen und bisher in dieser Form nie umgesetzten Lösung. Mittels eines aufwendigen Fotogrammetrie-Verfahrens ließ sich der Künstler in einem Greenstudio in Frankreich aufzeichnen. So entstand ein 3D-Modell, das mit Hilfe der ursprünglich für die Computerspiele-Entwicklung programmierten Unreal-Engine als virtuelle Szene bearbeitet wurde. Diese fügten die Spezialisten des Solinger Studios „von | Berg“ anschließend mit dem Bild aus dem für Augmented-Reality-Effekte vermessenen Aufnahmestudio in Köln zusammen.

Eine besondere Herausforderung bestand in der minutiösen Synchronisation der Lichtstimmung zwischen dem Studiobild und der virtuellen Unreal-Umgebung. Nur so konnte für die Zuschauer*innen eine perfekte Immersion entstehen – und ein stimmiges Gesamtbild, das kaum von einem realen Zusammenspiel am gleichen Ort zu unterscheiden ist.

Die Jury lobt den bahnbrechenden Ansatz, den die Verantwortlichen wählten, um den Eindruck des Live-Auftritts eines internationalen Künstlers zu Corona-Zeiten perfekt zu machen. Das Verfahren könne auch zukünftig als Möglichkeit dienen, musikalische Performances zu konservieren und im digitalen Raum zu rekreieren. 

Video: Making-of 4D Woodkid Performance (ZDF Magazin Royale)

Sinus – Systems Integration Award

Gewinner des Sinus 2022: „Bassins des Lumières” in Bordeaux, © Culturespaces / Anaka Photographie
Gewinner des Sinus 2022: „Bassins des Lumières” in Bordeaux, © Culturespaces / Anaka Photographie

Der Sinus prämiert herausragende kreative und künstlerische Leistungen und Lösungen beim Einsatz von Technik in audiovisuellen Installationen. Er wird seit 2004 alljährlich auf der Prolight + Sound verliehen. Jury und Kuratorium des Preises setzen sich zusammen aus Vertretern des Verbandes für Medien- und Veranstaltungstechnik e.V. (VPLT), des Europäischen Verbandes der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC) sowie Branchenkennern, Vertretern der Fachpresse und der Messe Frankfurt.

Jetzt für den Sinus Award bewerben

Das digitale Kunstprojekt  „Bassins des Lumières“ in Bordeaux erhielt den „Sinus – Systems Integration Award 2022“. Seit Juni 2020 lädt die technisch aufwendige Installation Kulturbegeisterte dazu ein, auf dem Gelände eines ehemaligen U-Boot-Bunkers in ein Meer aus Bildern, Farben, Klängen und Geschichte einzutauchen.

Sinus - Systems Integration Award" für das digitale Kunstprojekt "Bassins des Lumières" in Bordeaux, Frankreich

Winning project of the Sinus 2022: „Bassins des Lumières” in Bordeaux
Winning project of the Sinus 2022: „Bassins des Lumières” in Bordeaux

Das Projekt „Bassins des Lumières“ in Bordeaux erhält den „Sinus – Systems Integration Award 2022“. Seit Juni 2020 lädt die technisch aufwendige Installation Kulturbegeisterte dazu ein, auf dem Gelände eines ehemaligen U-Boot-Bunkers in ein Meer aus Bildern, Farben, Klängen und Geschichte einzutauchen. Die Jury des Sinus lobt insbesondere das sinnstiftende Gesamtkonzept, das dem düsteren Stahlbeton-Koloss aus NS-Zeiten ein zweites Leben als Ort der kulturellen Begegnung und der Faszination für Kunst beschert. Darüber hinaus trägt die Auszeichnung dem zukunftsweisenden Einsatz modernster Lösungen der Medientechnik Rechnung. So konnten die Schöpfer*innen von Bassins des Lumières anspruchsvollste Aufgaben bei der technischen und kreativen Umsetzung des Projekts auf beispiellose Art meistern.

Aus einem Ort mit dunkler Geschichte wird ein immersives Gesamtkunstwerk, das weltweit seinesgleichen sucht.

Unmittelbar nach Betreten des historischen Militärgebäudes im Bacalan-Viertel von Bordeaux eröffnet sich den Besucher*innen eine grenzenlos erscheinende, virtuelle Welt im surreal anmutenden Ambiente der Betongrotte.

Die 600.000 Kubikmeter Stahlbeton des Bunkers werden zu einer gigantischen 360-Grad-Projektionsfläche, die auch die Wasseroberflächen der 12 Meter tiefen Bassins miteinbezieht. Mittels aufwendiger Kantenüberblendungs- und Verzerrungsalgorithmen fügen sich Kunstwerke von Gustav Klimt und Paul Klee nahtlos in die verwinkelte Architektur der 1941 für die deutsche U-Boot-Flotte erbauten Anlage ein. Diese bilden die Basis für die 50-minütige, multimediale Performance, die Kunstbegeisterte in einer kontinuierlichen Schleife erleben. Das Publikum bewegt sich dabei völlig frei durch die gewaltigen Licht- und Klangwelten, begleitet von Posaunenklängen zu Wagners Tannhäuser-Ouvertüre, Auszügen von Beethoven, Mahler, Rachmaninow und Puccini.

Über 90 Barco-DLP-Projektoren hüllen die grauen Betonoberflächen in ein geradezu verschwenderisch-buntes Farbgewand. Rund 30 Kinetic-Medienserver von Modulo-Pi sorgen mittels komplexer Analyse- und Simulationsprozesse für die harmonische Ausspielung des Contents. 80 aktiv betriebene, netzwerkgesteuerte CAL-Lautsprecher von Meyer Sound ermöglichen mittels Beam-Steering-Technologie ein richtungsorientiertes Klangerlebnis ohne jegliche Diffusität.

Vom 11. Februar 2022 bis 2. Januar 2023 ist Bassins des Lumières mit einer neuen Ausstellung geöffnet. Im Zentrum stehen dabei die künstlerischen und architektonischen Meisterleistungen rund um die Lagunenstadt Venedig.

Informationen zu Bassins des Lumières unter www.bassins-lumieres.com.

Next Lightshow Award - Der Wettbewerb für junge Kreative!

Logo Next Lightshow Award

Mit dem Next Lightshow Award zeichnet der Event Campus, die länderübergreifende Bildungsplattform, junge und kreative Auszubildende für ihre Leistungen im Praxisbereich Lichtshow/Lichtdesign auf der Prolight + Sound aus.

Bis zum 27. März 2022 konnte ein 90-sekündiges Video einer Lichtshow in einer der vier Kategorien Live, Theater, feste Objekte/Messe und Visualisierung eingereicht werden. In der ersten Wertungsphase - dem "Public Voting" - wird das Werk öffentlich zur Abstimmung ausgeschrieben. Täglich können Stimmen auf die eingereichten Projekte verteilt werden. Die Ergebnisse des Public Voting werden mit dem Expert Voting der Jury zusammengerechnet und daraus die Sieger der vier Kategorien ermittelt.

Der Next Lightshow Award bietet dem Nachwuchs der Branche eine erstklassige Gelegenheit, um sich und seine Arbeit zu zeigen und in der Theater- und Veranstaltungsbranche auf sich aufmerksam zu machen. Eine Auszeichnung im Next Lightshow Award steht synonym für umfassendes Know-How und kreative Umsetzung.