Das Tanzstück “insideout” ist eine Koproduktion der Schaubühne am Lehniner Platz mit der Helmut List-Halle Graz. Mit “insideout” realisierte Sasha Waltz zwei seit langem verfolgte Grundideen: Sie wollte ein Stück schaffen, bei dem die Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum komplett aufgehoben ist und in dem die Zuschauer aktiv am Geschehen beteiligt werden. Gleichzeitig wollte sie die Tänzerinnen und Tänzer ihres internationalen Ensembles dem Publikum als Individuen vorstellen.
Die Aufhebung der Trennung zwischen Publikum und Darstellern ist nichts Neues mehr, wohl aber die Umkehrung der Rollen: Thomas Schenk baute ein “globales Dorf” über zwei Etagen mit vielen kleinen Kammern, Vitrinen, Bühnen und Gängen, in dem die Zuschauer umherwandeln. Die Tänzerinnen und Tänzer führen in den Räumen Szenen vor, die etwas über ihren biografischen Hintergrund aussagen. Die Zuschauer besuchen die Tänzerinnen und Tänzer, sehen ihnen zu, gehen weiter – nach eigenem Interesse und Belieben. Somit schaffen sie sich ihr Stück selbst. Die Schaubühne ist ein Theater ohne festgelegte Raumformen, die Installation wurde mithin für einen leeren Raum konzipiert. Das Bühnenbild ist kein Bild, keine wie auch immer gestaltete Illustration oder Interpretation eines Stückes – die Rauminstallation selbst bildet den Kern des ganzen Stückes, und diesen gestaltete Thomas Schenk mit Sasha Waltz und dem Ensemble originell und einfallsreich, auch unter Verwendung der modernen Medien. So gab es eine Kühlkammer für Tänzer, “die aus der Kälte kamen” und das Publikum zum Frieren brachte, einen Raum, der sich plötzlich in zwei verwandelte und Bühnen, die nur durch Vorhänge verwandelt wurden. Ein live-Orchester fand Platz auf einer Empore, es wurde unterstützt durch elektronische Einspielungen – die Musik war eigens für die Produktion von Rebecca Saunders komponiert worden. Videofilme auf Großleinwand (Projekt: Phillipp Bußmann) ergänzten die breit angelegte Komposition. |
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Das Tanzstück “insideout” ist eine Koproduktion der Schaubühne am Lehniner Platz mit der Helmut List-Halle Graz. Mit “insideout” realisierte Sasha Waltz zwei seit langem verfolgte Grundideen: Sie wollte ein Stück schaffen, bei dem die Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum komplett aufgehoben ist und in dem die Zuschauer aktiv am Geschehen beteiligt werden. Gleichzeitig wollte sie die Tänzerinnen und Tänzer ihres internationalen Ensembles dem Publikum als Individuen vorstellen.
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